Ergebnisse der Laichplatzkartierung 2019/20 veröffentlicht

Die Laichplatzkartierung wurde wie in den beiden Vorjahren durchgeführt. Neben vielen spannenden Beobachtungen sind jetzt auch die
Ergebnisse der Laichplatzkartierung 2019
zusammengefasst und im Projekt Laichplatzkartierung veröffentlicht. Im obigen Beitragsbild sind einige Beobachter und Kartierer des VEFPU, von links nach rechts: Ralf, Fiete, Jörg und Lars.

So sehen die Rohdaten einer Begehung aus. Die Kiebitzbek wurde mehrfach begangen. Aus der Analyse der Rohdaten ergeben sich interessante Erkenntnisse wie z. B. der Höhepunkt des Laichgeschäfts.


Projektleiter Lars Wode ist mit der Durchführung sehr zufrieden: „Mit Jörg Hantelmann und mir haben wir ein erfahrenes Kernteam, welches die Aufnahmen im Feld Gewässer übergreifend durchführt. Unterstützt werden wir durch zahlreiche Beobachter, die Gewässer spezifisch beobachten. So schaffen wir es methodisch einheitlich zu dokumentieren und können gleichzeitig die vielen Beobachtungen unserer VEFPU Mitglieder berücksichtigen.“
Neben der Kartierung wurden dieses Jahr erstmals Filme der Probsteier Meerforellen gemacht. Norman hat sich dieser Sache angenommen, die tollen Aufnahmen sieht man:

hier

Die Meerforellensaison hat begonnen

Das Projekt Meerforelle kartiert die Laichplätze der Meerforelle in den Gewässern der Region Probstei jedes Jahr aufs Neue, um vor allem die Populationsentwicklung je Gewässer im Jahresvergleich zu erfassen. Mit Beginn der Laichzeit der Meerforellen wird das Projekt wieder sehr aktiv. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat es in 2019 früher im Jahr und mehr geregnet, so dass die Bäche durchweg einen höheren Wasserstand als im Vorjahr haben. Entsprechend sind die Forellen früher in die Bäche aufgestiegen und haben die Hochwassersituationen bereits ordentlich zum Laichen genutzt. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Fließgewässern. Diese werden sicherlich zum Ende der Laichplatzkartierung sichtbar in der Dokumentation der Kartierung. Folgende Erkenntnisse/ Eindrücke haben wir bisher gesammelt:

  • Mit Start der Begehungen am 2. November wurde in den Meerforellen führenden Bächen Hagener Au, Heikendorfer Mühlenau, Hohenfelder Au erste Laichkuhlen und Meerforellen gesichtet.
  • In der Kiebitzbek wurden erst am 17. November die ersten Laichkuhlen gesichtet, allerdings wurde sie Anfang November nur selektiv begangen.
  • Die Mündungsbereiche aller Bäche waren in diesem Jahr permanent frei und damit zugänglich für die Meerforellen (keine Sand oder Hochwasser verursachten Verstopfungen wie im letzten Jahr)
  • Aktuell ist die Laichaktivität in allen Bächen sehr hoch, vor allem in den kleineren Bächen scheint dieses mit den kurzfristigen Hochwasserereignissen zu korrelieren.
  • Die Eindrücke an den untersuchten Gewässern werden durch Begehungen an anderen Schleswig-holsteinischen Meerforellen Bächen bestätigt

 Wer also Meerforellen beobachten möchte, sollte dieses zeitnah tun, anbei ein kleines VEFPU Video von Norman mit Unterwasseraufnahmen von laichenden Meerforellen in einem Probsteier Gewässer.

Exkursion an die Kronsbek

Am 16. November hat das VEFPU Projekt ‚Meerforellen Laichplatzkartierung‘ eine sehr gelungene Exkursion an die Kronsbek durchgeführt.
Unser VEFPU Mitglied Lasse hat die Exkursion zusammen mit Jörg organisiert. Beide sind Kenner der Kronsbek, auch Aschau genannt. Die Kronsbek wurde in 2017 an einem etwa 500 Meter langen Abschnitt durch das MELUF in Zusammenarbeit mit dem Wasser und Bodenverband Aschau renaturiert.

Der 2017 renaturierte Abschnitt der Kronsbek hat sich von einem ursprünglich schnurgeraden Verlauf bereits deutlich erkennbar zu einem leicht mäandrierenden Verlauf verbessert


Ziel der VEFPU Exkursion war es, die umgesetzte Renaturierungsmaßnahme zu besichtigen und dabei Erkenntnisse für die an der Heikendorfer Mühlenau anstehende Umsetzung des Maßnahmenplans zu gewinnen. Folgende Maßnahmen wurden an der Kronsbek umgesetzt:

Einbringung von Findlingen und Holzverbauungen zur Veränderung der Strömungsstruktur.
In die Kronsbek wurden Findlinge, Holzstämme und Wurzelstubben in das Gewässer fest eingebracht. Dadurch sind deutlich sichtbare Strömungsveränderungen mit Strömungsschatten, Verengungen und Beschleunigungen entstanden. Beeindruckend ist dabei wie  schnell sich die Tiefenvarianz positiv entwickelt hat. Ebenfalls ist bereits deutlich eine Laufveränderung durch die pendelnde Strömung zu sehen.

Einbringung von Kies zur Verbesserung der Sohlstruktur.
Dabei sind an einigen Stellen Kiesdepots jeweils an den Gewässerrand eingebracht worden. Diese sind ursächlich für die Entstehung von Kolk- Furt- Folgen mit hochwertigen Lebensräumen für die Bachbewohner. Auch diese Maßnahme zeigt also sehr schnell Wirkung. Wir konnten dieses ganz deutlich anhand der vielen Meerforellen  und der frisch geschlagenen Laichkuhlen im renaturierten Abschnitt beobachten. Im Gegensatz dazu stehen die nicht verbesserten Gewässerabschnitte mit Vorflutercharakter. In diesen halten sich kaum Meerforellen auf, erfolgreich laichen können sie dort nicht.

Abflachung des durch Ausbaggerungen entstandene V Profils nebst Pflanzung von Erlen zur Verbessserung der Beschattung und Uferstruktur.
Durch die flacher ansteigende Böschung hat der Bach ausreichend Raum zur Laufveränderung, welche wie bereits oben erwähnt deutlich sichtbar ist. Die Baumpflanzung ist klar erkennbar, allerdings wird die Maßnahme erst mittelfristig Wirkung zeigen. Die Bäume benötigen schlicht noch mehr Zeit zum Wachsen. Dann werden sie die Uferstruktur prägen. 

Die Kronsbek fließt durch einen naturnahen Mischwald und kann sich dort ungehindert entwickeln.

Oberhalb des renaturierten Bereiches befand sich die Kronsbek schon vorher in einem tollen naturnahen Zustand, sie fließt durch Mischwald und kann sich frei entwickeln. Hier wurden richtigerweise auch keine Maßnahmen umgesetzt, da schlicht nicht notwendig. Auch hier sind Laichgebiete der Meerforelle. Im weiteren Verlauf in Richtung Quelle verliert sie ihren naturnahen Zustand wieder und fungiert als Vorfluter. Hier liegen noch große Verbesserungspotenziale. 

Insgesamt haben wir einen hochinteressanten und informativen Vormittag verlebt, eine tolle Exkursion!
Der Dank gilt Lasse und Jörg für die Führung. Es ist immer wieder beeindruckend, welch schöne Bäche wir in unserer Region haben.

Lasse und Jörg im begradigten Bereich der Kronsbek. Hier ist Potenzial für weitere Gewässerstrukturverbesserungen.

Exkursion an die Curau

Wie geplant hat der VEFPU eine Exkursion an die Curau am 12. Oktober durchgeführt. Die Curau  mündet in die Schwartau und wird vom Angelverein ASV Pose betreut. Die Betreuung der Curau durch die Angler dient hier  der Verbesserung der Gewässerstruktur, besondere Zielsetzung dabei ist die Wiederansiedlung der Meerforelle. Geangelt wird in der Curau nicht, ein schönes Beispiel für den aktiven  Naturschutz durch Angelvereine.
Das Projekt zur Wiederansiedlung der Meerforelle an der Curau wird von Danny Stau  geleitet. Dieses überaus interessante Vorhaben war auch der Anlass für diese Exkursion, die  von Danny sehr gut vorbereitet wurde.
Als erstes wurde die Brutanlage vorgeführt. Danny brütet in seiner Garage ca. 40.000 Meerforelleneier jährlich aus. Alle geschlüpften Meerforellen werden in die Curau und Schwartau an geeigneten Stellen eingesetzt. Danny hofft damit einen sich selbst reproduzierenden Meerforellenbestand in der Curau zu etablieren. Die Schlupfquote der Anlage ist mit ca. 95 Prozent optimal und spricht für die Qualität und Professionalität der Brutanlage.
Nach der Brutanalage wurden die Gewässer an 2 Stellen begangen. 
Im Jahre 2009 wurde die Durchgängigkeit der Schwartau an der Mühle durch den WBV Ostholstein mittels eines Umgehungsgerinnes (neuer Bachlauf) wieder hergestellt. Dadurch wurden die Gebiete der Curau sowohl flussauf- als auch flussabwärts wieder passierbar und das Projekt zur Wiederansiedlung der Meerforelle in der Curau erst ermöglicht.


Die an beiden Seiten des Umgehungsgerinnes großzügigen Flächen verhindern hier ideal den Eintrag von landwirtschaftlichen Einträgen. Auch ist die Gewässersole, Gefälle und Kiesstruktur gut gewählt. Die Beschattung ist an einzelnen Stellen schon gut ausgeprägt, könnte an einigen Stellen noch durch Pflanzung von Erlen unterstützt werden. Problematisch ist für den Meerforellenaufstieg immer die so wichtige Lockströmung der Mündung in die Schwartau, damit die Fische den Einstieg in das Umgehungsgerinne finden. Die Lockströmung scheint grundsätzlich gut konzeptioniert zu sein, eventuell ist sie etwas zu gering ausgeprägt. Hier beobachtet Danny das Aufstiegsverhalten der Meerforellen, um ggf. Verbesserungen dieser Lockströmung zu identifizieren.

Umgehungsgerinne an der Schwartau

Dann wurden die Restrukturierungsmaßnahmen an der Curau begangen. Erstmal staunten wir über 2 Seeadler und 4 Kraniche beim Weg an die Curau, dann kamen wir zu den Laichplätzen. Danny erläuterte das Projekt und vor allem die umgesetzten Maßnahmen zur Gewässerverbesserung, dazu zählten die Besitzverhältnisse der Anlieger, verwendete Korngrößen, Konzepte für die Laichplätze und vieles mehr. Insgesamt ist an der Curau durch Dannys Projekt aus einem als Vorfluter genutzten Bach in einigen Bereichen ein mäandrierender Bach mit Kolk Furt Folgen entstanden. Ganz sicher Bereiche an denen die Meerforelle ablaichen kann und wird. Potenziale für weitere Maßnahmen an der Curau sind gegeben und werden sicherlich tatkräftig von Danny weiter umgesetzt.

Danny erläutert die Kiesbeschaffenheit des eingebrachten Kieses an einem Laichplatz

Der VEFPU dankt für diese schöne Exkursion und die vielen Anregungen, die wir für die Umsetzung von Maßnahmen an anderen Fließgewässern mitgenommen haben. Ganz besonders möchten wir für das beispielhafte Engagement des ASV Pose und insbsondere das Engagement von Danny danken, ein herausragendes Beispiel für Eigeninitiative im Naturschutz.

Zweiter VEFPU Stammtisch mit reger Teilnahme

Der VEFPU Stammtisch hat wie geplant am Freitag, den 16. August im Heikendorfer Sportverein unter reger Beteiligung von Mitgliedern und Interessierten stattgefunden. Erfreulich auch das Interesse am Naturschutz von Olli und Lasse. Die beiden 13 jährigen sind über die VEFPU Homepage auf unseren Verein aufmerksam geworden. „Wir wollen uns einfach mal über den Verein informieren und vielleicht etwas für die Meerforelle tun“, so beide unisono.

Schwerpunktthema des Stammtisches war der am Vortag von der Gemeinde einstimmig verabschiedete Maßnahmenplan für die Heikendorfer Mühlenau und die Beauftragung des VEFPU mit der Umsetzung der Maßnahmen 1 bis 11. Ein besonderer Dank ging in diesem Kontext an unseren 2. Vorsitzenden Sven Lange für seinen nimmermüden Einsatz, diesen Gemeindebeschluss mit entsprechender Gremienarbeit zu begleiten. Sven stellte den Maßnahmenplan vor. Dabei wurde die Umsetzung der Einzelmaßnahmen dann auch intensiv besprochen. Im folgenden einige Highlights zu ausgewählten Maßnahmen.

Wassermesskonzept: Das Wassermesskonzept ist bereits erstellt. Die Messungen werden unter der Führung von unserem Biotopwart Tim Thurau durchgeführt. Dazu wird Tim zu einen ersten Schulungstermin die zahleichen Freiwilligen einladen. Dabei wird den Teilnehmern die Handhabung der Meßgeräte beigebracht, damit sie diese später professionell einsetzen können.

Laichplatzkartierung: Die Laichplatzkartierung der Meerforelle wird von November bis Januar unter der Leitung von Lars Wode erneut durchgeführt. Auf Anregung des Stammtisches wird das Kartierungsgebiet von der Region Probstei auf die Region Eckernförde erweitert. Es wird dazu eine Exkursion zu ausgewählten Fließgewässern der Region Eckernförde im November von Lasse organisiert. Ziel dabei ist es einerseits die Gewässer auf ihre Eignung zu prüfen und gleichzeitig das Vorgehen und die Methodik der Laichplatzkartierung den Teilnehmern nahe zu bringen. Die Teilnehmer werden dadurch in die Lage versetzt, die Kartierungen eigenständig durchzuführen.

Nistkästen für Eisvögel: Jörg hat sich bereit erklärt den Bau der Nistkästen voranzutreiben. (Hintergrund: Eisvogelbrutkästen sind aufwendig in der Herstellung und kostenintensiv. Hier wird noch nach Fördermitteln gesucht.) Die Aufstellung der Nistkästen muss bereits im Winter deutlich vor Start der Brutsaison erfolgen.

Müllsammeln: Wir wollen auch dieses Jahr im Rahmen der von der Gemeinde initiierten Müllsammelaktion die Heikendorfer Mühlenau sauber halten. Die Organisation übernimmt Fiete. Darüber hinaus wollen wir uns als VEFPU an Müllsammelaktionen an der Hagener Au beteiligen. Unser Projektleiter Philiph begrüßt das sehr und übernimmt hierfür die Organisation. Die Termine werden rechtzeitig auf unserer Webseite kommuniziert.

Strukturverbessernde Maßnahmen an der Heikendorfer Mühlenau: Diese Maßnahmen werden unter der Führung unseres Technikwartes Basti geplant. Um Störungen z.B der Meerforellen zu vermeiden, werden erste Umsetzungen aller Voraussicht nach erst im Mai 2020 gestartet. Wir werden uns im Vorfeld vergleichbare bereits umgesetzte Maßnahmen ansehen, um Gutes zu übernehmen und Fehler zu vermeiden.

Der nächste VEFPU Stammtisch ist für November angedacht. Markus Meller übernimmt wieder die Organisation und hofft wieder auf eine gute Beteiligung.

Meerforellen Laichplatzkartierung – Ergebnisse 2018

Die Meerforellenlaichplatzkartierung 2018 ist abgeschlossen und die Ergebnisse sind final zusammengefasst.

Im Zwischenbericht vom Dezember 2018 sind wir noch von einem extrem schlechten Laichjahrgang in unseren Bächen ausgegangen. Mit Abschluss der Untersuchung relativieren sich diese Aussagen. In der Hohenfelder Au und der Heikendorfer Mühlenau war das Laichaufkommen nach Einschätzung von Experten fast auf Vorjahresniveau.

Laichplatzkartierung 2018, Zwischenbericht

Das Projekt Meerforelle kartiert die Laichplätz der Meerforelle in den Gewässern der Region. Die Kartierung ist noch nicht abgeschlossen, im folgenden ein Zwischenbericht: Insgesamt sind die Bedingungen in den Laichgewässern für die Meerforelle in diesem Jahr schlecht. Die hohen Wassertemperaturen und die lang anhaltende Dürre führen zu für die Jahreszeit untypischen Verhältnissen in unseren Fließgewässern. Vor allem der Wasserstand ist sehr niedrig. Einige Bäche sind bis in den Herbst hinein trockengefallen. Auch die späten Regenfälle sorgten nur kurzfristig für einen erhöhten Wasserstand. Der Großteil der Regenfälle wird vom Boden absorbiert. Das Grundwasser ist weiterhin niedrig und gibt für grundwasserversorgte Bäche sehr geringe Mengen Wasser ab. Durch die niedrigen Wassermengen sind die Mündungen einiger Bäche über einen längeren Zeitraum nicht passierbar gewesen. Im Ergebnis sind im Vergleich zu vorherigen Jahren bisher wenig Fische in die kleinen Bäche aufgestiegen. In manchen Bächen ist der Aufstieg bisher komplett ausgeblieben. Im Vergleich zum letzten Jahr mit viel Regen im Sommer und Herbst steigen die Fische deutlich später auf und in deutlich geringerer Anzahl. Im letzten Jahr begann der Aufstieg beispielsweise in die Heikendorfer Au schon Mitte November. In diesem Jahr wurden die ersten Laichfische erst am 6. Dezember gesichtet. Laichkuhlen sind dabei nur in den unteren Bachregionen geschlagen. Die Hauptlaichgebiete des letzten Jahres sind bisher nicht erreicht, zumindest nicht angeschlagen.

In den großen Flüssen hat ein halbwegs normaler Aufstieg stattgefunden. In der Schwentine haben womöglich mehr Fische als sonst üblich gelaicht. Viele Laichfische durchschwimmen die Schwentine, um zu den Laichplätzen der kleinen Zuflüsse zu gelangen. In diesem Jahr sind die kleinen Zuflüsse oft nicht erreichbar und die Fische haben direkt in der Schwentine gelaicht. Stellen in der Schwentine, die sonst weniger stark belaicht werden, sind in diesem Jahr stark frequentiert. Zu den einzelnen Gewässern, die zwecks Laichplatzkartierung untersucht wurden, jeweils ein kurzer Bericht:

Heikendorfer Au: Die Heikendorfer Au ist das ganze Jahr über mit Wasser versorgt gewesen. Durch den Mühlenteich wurde der untere Bereich der Au auch auf dem Höhepunkt der Dürre mit Wasser versorgt. Laichbeginn war ca. der 6. Dezember mit Sichtungen von mehreren Forellen und einzelnen Laichkuhlen. In dem höher gelegenen Laichgebiet wurden seit dem nur kleinere Kuhlen angeschlagen. Richtige Laichkuhlen sind in dem Bereich oberhalb der Holzbrücke bisher nicht gesichtet. Im Vergleich zum Vorjahr ein insgesamt deutlich vermindertes Laichaufkommen.

Hagener Au: Die Mündung der Hagener Au war lange Zeit versperrt und erst nach einer Aktion des Vefpu wieder frei für den Aufstieg der Meerforelle. Hier wurde die erste Laichkuhle bereits am 2. November gesichtet. Danach ruhte das Laichgeschäft bis Anfang Dezember. Insgesamt sind bisher 15 Laichkuhlen angesprochen, deutlich weniger als im letzten Jahr.

Kiebitzbek: Für die Kiebitzbek gilt das gleiche wie für die Heikendorfer Au. Die Au ist nicht trockengefallen, allerdings hat sie einen extrem niedrigen Wasserstand. Die Kiebitzbek hat einen regelmäßigen Forellenaufstieg. In diesem Jahr sind trotz Sichtung einer Meerforelle bisher keine Laichkuhlen gesichtet worden. Es scheint, dass ein Großteil der Forellen in der Schwentine gelaicht hat.

Hohenfelder Au: Die Hohenfelder Au hat unterhalb der Fischtreppe eine lange Strecke mit vielen potenziellen Laichplätzen. Hier sind die ersten Laichkuhlen Anfang Dezember gesichtet worden. Mittlerweile sind ca 20 Laichkuhlen identifiziert. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Laichkuhlen geschlagen. Oberhalb der Fischtreppe sind bisher keine Lacihkuhlen gesichtet.

Fernausystem: Die Fernau ist an ausgewählten Stellen untersucht worden. Bisher sind keine Anzeichen für eine Meerforellenaufstieg erkannt worden. Die Untersuchung wird fortgeführt.

Schierbek und Scheidebek. Beide Gewässer waren im November noch trockengefallen. In diesem Jahr kam also kein Aufstieg zustande. Für dieses Jahr wird das Gewässer nicht weiter untersucht.

Kossau: Die Kossau ist bisher noch nicht begangen worden. Eine Untersuchung ist für Ende Dezember geplant.

Erstes Positionspapier freigegeben!

Auf der Vorstandssitzung am 17.11 wurde das erste Positionspapier zum Thema Meerforellenbesatz freigegeben. Dabei geht es um Wege der Wiederansiedlung oder Bestandsstützungen unserer Bäche mit Meerforellen. Die Position des VEFPU ist klar: Renaturierung der Fließgewässer ist die Maßnahme, mit der am nachhaltigsten die Meerforellenbestände gestützt werden.

Mündung Hagener Au

  • Die Mündung der  Hagener Au ist seit dem 14. November wieder frei. Der komplette Mündungsbereich war durch die auflaufende Welle der letzten Hochwasser versandet. Die Versandung und damit einhergehende Verstopfung ist nur in einer verbauten Mündung mit Dammfunktion möglich,wie es bei der Hagener Au der Fall ist. In naturnahem Zustand würde das Wasser seinen Weg finden.

Durch Hochwasser versandeter Mündungsbereich mit Sickerwasseraustritt.

Abbildung 1 zeigt den versandeten Mündungsbereich der Hagener  Au. Aktuell ist die Durchgängigkeit von besonderer Wichtigkeit, da die Meerforellen  auf ihrem Migrationshöhepunkt sind. Die versandete Mündung verhindert das Erreichen der Laichplätze. Vor diesem Hintergrund haben engagierte VEFPUianer den Spaten in die Hand genommen und die Mündung freigeschaufelt. Den lohn der Arbeit sieht man auf folgendem Bild.

Die Mündung ist wieder durchgängig.

Abbildung 2 zeigt den Weg für die Meerforellen aus der Ostsee zu ihren Laichplätzen.

Erste Laichkuhlen in der Hagener Au

Die Laichzeit der Meerforellen hat in unserer Region begonnen. Auf Grund der niedrigen Wasserstände ziehen die Forellen erst vereinzelt zu den Laichplätzen. In der Hagener Au sind bereits erste Laichkuhlen geschlagen. Die erste Sichtung war am 2. November durch den 1. Vorsitzenden.
In die kleineren Bäche wie zum Beispiel die Heikendorfer Au sind noch keine Meerforellen aufgestiegen. Die Fische warten vor der Mündung auf Regenwetter und damit auf höheres Wasser in der Au.

In der Hohenfelder Au sind ebenfalls noch keine Laichkuhlen gesichtet trotz ausreichend Wasser im Bach. Hier liegt die Ursache in der durch die letzten Ostseehochwasser veränderten Mündung. Die stark auflandige Welle und Wind haben die Mündung der Au verändert und für Fische unpassierbar gemacht, siehe Abbildung.

Abbildung 1: Kein Aufstieg für Meerforellen in der Hohenfelder Au!
Der Mündungsbereich (oberes Bild) der Hohenfelder Au ist durch die letzten Hochwasser für Fische unpassierbar. Das Wasser sickert durch die groben Kiesel in die Ostsee (unteres Bild), so dass Fussgänger den ‚Bach‘ trockenen Fußes durchschreiten können und zum Übel für die Meerforellen dabei den Damm festtreten.

Hier muss zeitnah Abhilfe geschaffen werden. Durch die vielen Touristen und Spaziergänger, die den Wehr betreten, verfestigt sich der Damm. So wird die natürliche Freispülung der Mündung unterbunden. Erste Maßnahmen sind bereits eingeleitet, natürlich in Abstimmung mit der Fischereiaufsicht.