Meerforellen laichen so spät wie nie

Das Projekt Laichplatzkartierung hat die fünfte Jahresaufnahme in Folge fast abgeschlossen. Die Kartierer sind dabei die letzten Aufnahmen durchzuführen. Derzeit werden vor allem die Daten aufbereitet und ausgewertet.
Insgesamt haben die Forellen in diesem Jahr sehr spät gelaicht. Einhergehend mit den niedrigen Wasserständen und den spät einsetzenden Winterregen, war der Höhepunkt des Laichgeschäfts in diesem Jahr Anfang Januar.

An der Heikendorfer Mühlenau hat Ralf die Kartierung bereits abgschlossen. Ralf konnte insgesamt weniger Laichplätze kartieren als im Vorjahr, diese waren allerdings größer als im letzten Jahr, so dass hier ein Anstieg der Laichplatzfläche insgesamt ermittelt wurde. Ralf sieht unterhalb des Dammteiches im ‚Dreieck‘ eine sehr positive Entwicklung. Die durch den Vefpu vorgenommenen Kieseinbringungen haben das Habitat stark aufgewertet und den Meerforellen optimale Bedingungen geschaffen.

Über einen anderen Abschnitt zeigt sich Ralf besorgt: „Durch eine Baumaßnahme zur Entwässerung wurde zu viel Kies aus dem Bach entnommen. Der größte Laichplatz der vergangenen Jahre wurde dadurch leider zerstört. Das lässt sich leicht wieder beheben und sollte in diesem Sommer zeitnah geschehen.“

Jörg kartiert an der Hohenfelder Au und zeigt sich hier erfreut über die Fischotterpopulation. Jörg konnte den Fischotter an 2 Gewässern der Region nachweisen, zum einen durch Losung und zum anderen durch Fotofallen. „Neben den direkten Nachweisen durch Kot und Fotofalle habe ich in diesem Jahr sehr viele Forellenkadaver als weitere Hinweise gefunden. Der Fischotter scheint sich insbesondere an der Hohenfelder Au sehr wohl zu fühlen.“

Ökologische Aufwertung einer landwirtschaftlichen Fläche in Heikendorf

Verortung neues Waldstück in Heikendorf

Die angekündigte Waldaufforstung soll Anfang 2023 losgehen. Auf dem ca. 5 ha großen Acker hat unser Vereinsmitglied Frank Gesche den Auftrag der Gemeinde Heikendorf erhalten und die vorbereitenden Arbeiten bei dem Gewässer 9.a sowie einem kleinen Tümpel ausgeführt.

Für die Renaturierung wurde der Entwässerungsgraben ausgebaggert, verbreitert und zu einer Seite abgeflacht und bietet damit kontrollierte Überschwämmungsbereiche. Die Senke (ehemaliges Toteisloch?) wurde von Fa. Gesche unter fachlicher Begleitung der Biologin Melanie Schubert neu modelliert bzw. vertieft.

Für die naturnahe Teichanlage wurde ein Entwässerungsschacht und dessen Drainagezuläufe entfernt, eine Abbruchkante neugestaltet und Schilfkolben und Rispenseggen an die Seite versetzt.

Die Gemeinde Heikendorf wird im ersten Quartal 2023 den Acker aufforsten, ein Mix aus Buchen, Eichen, Rosskastanien, Rotbuchen und einigen anderen Arten soll einen artenreichen Mischwald entstehen lassen. Zudem wird ein kleiner Wanderweg über das Areal angelegt.

Der VEFPU wird sich dahingehend einbringen, dass wir Findlinge kaufen und einen Steinhaufen anlegen. Dieser wird dann von Eidechsen und anderen Reptilien besiedelt und dient manchen Amphibien als Tagesversteck oder Winterquartier. Ebenfalls wollen wir die übriggebliebenen Kieselsteine in das renaturierte Gewässer (9.a) einbringen, um die Biodiversität zu erhöhen und neben dem geplanten Wald auch noch heimische Sträucher pflanzen.

P.S. Der Anteil der Waldfläche in Schleswig Holstein an der Gesamtfläche beträgt 10,3% und die Landesregierung hat sich mit 12 % Waldanteil einen Anstieg um fast 2 % als Ziel gesteckt. Heikendorf trägt mit dieser Neuwaldfläche Am Haffkamper Weg vorerst -mit 0,3 % Waldwachstum- dazu bei.

Nistkastenkontrolle am Dammteich

Die Brutkästen, die wir am 12. Februar 2022 mit einigen Vereinsmitgliedern am Dammteich und an der Ölsperre in Heikendorf aufgehängt haben, wurden im November 2022 von Sven, Tobi mit seinen beiden Jungs und Jörg kontrolliert und gesäubert.
Im Ergebnis wurden von den im Vorjahr aufgestellten 27 Brutkästen 13 Kästen zur Aufzucht genutzt. Ein Kasten wurde bei einem Sturm durch einen herunterfallenden Ast zerstört. Die Reste haben wir in der näheren Umgebung gefunden.
Für die drei Eulenkästen war der Zeitpunkt des Aufhängens im Februar sicher etwas zu spät, da Eulen schon im Dezember/Januar mit der Balz und der Nistplatzsuche beginnen und ihre ersten Eier bereits im Februar legen. Hoffen wir auf eine Annahme der Kästen in diesem Winter. Die drei Fledermauskästen müssen im Frühjahr gesondert kontrolliert werden, wenn die Fledermäuse aus den Winterquartieren umziehen. Sven berichtete von Fledermäusen in der Sporthalle, die vor ein paar Tage durch die Räume flogen. Ein Versuch, die Tiere durch die geöffneten Notausgänge ins Freie zu bekommen, ist leider gescheitert. Alle Meisenkästen wurden benutzt. In einem Rotkehlchen,- und einem Starenkasten wurden ebenfalls Meisennester gefunden. In einem Meisenkasten lagen noch acht Eier, was auf den Verlust des Weibchens hindeutet. Im Einflugloch fanden wir noch viele Federn

Spuren eines Marders am Einflugsloch


Offensichtlich hat ein Beutegreifer die Meise aus dem Kasten abgefangen. Es könnte ein Marder gewesen sein, der so lange an dem Einflugloch kratzt, bis die Meise versucht hat, den Kasten zu verlassen. Fast alle Meisenkästen zeigten Spuren von Versuchen, dass Einflugloch zu vergrößern .
Ein weiterer Nutznießer der Nistkästen sind Insekten. Viele der unbelegten Kästen zeigten Spuren von Insekten, die den Kasten als Unterschlupf genutzt haben. In einem Kasten mussten wir ungefähr drei gehäufte Esslöffel Kot von Ohrenkneifer entfernen, die sich gern Tagsüber dort aufhalten.
Insgesamt ziehen wir ein positives Fazit. Eine Belegung von insgesamt 50% im ersten Jahr kann als großer Erfolg gewertet werden und sollte von uns als Auftrag für weitere Aktionen verstanden werden. Einen lieben Dank an Sven und seine Frau für die köstliche Bewirtung im Anschluss an die dreistündige Aktion mit Kaffee und selbst gebackenem Apfelkuchen.

Meerforellenlaichplatzkartierung startet im fünften Jahr in Folge

Mittlerweile ist es fast schon Routine: Das Projekt Laichplatzkartierung (LPK) traf sich zwecks finaler Vorbereitung der fünften Aufnahme. Start ist wie in den letzten Jahren der 1. November. Das Ende der LPK ist grob mit dem 31. Januar avisiert, hängt stark von den Wetter- und Aufstiegs Bedingungen in unseren Bächen ab.
Auf dem Bild aus dem Vorjahr ist fast das komplette Kernprojektteam zu sehen, von rechts nach links: Ralf, Fiete Jörg und Lars. Es fehlen Lasse und der zweite Ralf auf dem Bild.

Beobachter und Kartierer vor dem Wehr in Lutterbek, von links nach rechts: Ralf, Fiete, Jörg und Lars

Lasse freut sich schon auf die Exkursion an die Kronsbek, die er wie im letzten Jahr vorbereitet. „Es wird sehr interessant sein zu sehen, wie die Renaturierungsmaßnahmen an der Kronsbek auf das Laichverhalten der Meerforellen wirken. Ich bin gespannt, ob in den Kartierungen bereits Unterschiede zu nicht renaturierten Abschnitten sichtbar werden.“

Die Ergebnisse zu den letzten 4 Kartierungen liegen vor und sind in jeweiligen Jahresberichten zusammengefasst. Zu diesen Jahresberichten gelangst du über diesen link.

Insgesamt verfestigen sich über die Jahre einige Erkenntnisse und es lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten. So sollen an dieser Stelle die 3 dringlichsten Punkte benannt werden:
1.) Mit dem Nachweis der Meerforellen in unseren Bächen muss der Schutz im Mündungsbereich entsprechend angepasst werden. So besteht für die Heikendorfer Mühlenau im Mündungsbereich kein Schutzbereich (Angelverbot) wie sonst bei Meerforellen führenden Gewässern üblich. Diese Schutzbereiche sollten zügig eingeführt werden.
2.) Über alle Laichplatzkartierungen hinweg wurde im Januar teils intensives Laichen dokumentiert. Die Schonzeiten in den Mündungsbereichen, die bisher bis zum 31. Dezember jeden Jahres terminiert sind, müssen deutlich erweitert werden. Für den Laichaufstieg reichte eine zeitliche Erweiterung der Mündungsschutzzone bis zum 1. Februar. Zum Schutz der Kelts (erschöpfte Absteiger) sollte der Schutzbereich vom 1. Dezember bis zum 1. März auf einen Radius von einem Kilometer vergrößert werden.
3.) Die Stauungen an der Hohenfelder Au führen durch unkontrolliertes Ablassen des Mühlenteichs zur Zerstörung von Laichplätzen und verhindern andererseits durch anhaltende Komplettstauungen den Aufstieg in die oberhalb des Teiches gelegenen Laichgebiete. Hier muss dringend eine fachliche Kontrolle und Durchführung etabliert werden, solange ein Umgehungsgerinne nicht erbaut ist.

Hier ein kurzes Video aus der letzten Kartierung. Es zeigt einen Rogner mit dem kleineren Milchner. Der Rogner schlägt die Laichkuhle.

Nach dieser fünften Laichplatzkartierung wird ein Abschlussbericht erstellt, der die bisher gesammelten Daten und Erkenntnisse zusammenfasst und klare Handlungsempfehlungen ausspricht.
Die Kartierungen werden dann durch die Projektgruppe fortgeführt, allerdings ggf. mit einem anderen Fokus.

Einwanderer in unseren Gewässern – nicht nur bei den Flusskrebsen: Die Asiatische Strandkrabbe

Bei einer Exkursion im Mündungsbereich der Hohenfelder Mühlenau mit Jürgen, dem 2. Vorsitzende des Vereins „Natur Erleben“ in Hohenfelde und Jörg vom VEFPU, wurde die eingewanderte asiatische Strandkrabbe gefunden.
Laut Hans Hillewaert, Meeresbiologie in Belgien, gelangte diese Krebsart wahrscheinlich schon um 1993 mit dem Ballastwasser oder der Außenhaut von Frachtern nach Europa. Die Krabbe breitet sich seither entlang der französischen, belgischen, niederländischen und auch deutschen Nordseeküste aus und ist dort mittlerweile etabliert. Jetzt scheint die asiatische Krabbe auch den Sprung in die Ostsee erfolgreich geschafft zu haben.
Immer häufiger gelingt es gebietsfremden Meerestieren sich auch an unseren Küsten heimisch zu fühlen. Das liegt an dem immer wärmer werdenden Wasser und den milden Wintern. Bekannte Beispiele sind die Rippenquallen und der Mondfisch.
Die Ostsee hat sich in den letzten 150 Jahren zu einem Hotspot der Arteninvasion entwickelt. So hat die Universität Rostock herausgefunden, dass etwa 100 gebietsfremde Arten in dieser Zeit eingeführt wurden. Die meisten der Exoten wurden durch die Schifffahrt eingeschleppt, beispielsweise im Ballastwasser der Fracht- und Containerschiffe. Die asiatische Strandkrabbe bringt gute Voraussetzungen mit, um sich an unseren Küsten rasant auszubreiten. Die Krabbenart ist ein aggressiver, räuberischer Allesfresser und muss daher nur wenig Konkurrenz fürchten. Zudem können die Weibchen viermal im Jahr bis zu 50.000 Eier produzieren.
Asiatische Strandkrabben haben einen fast quadratischen Panzer und pelzartige Borsten an der Basis ihrer Scheren. Am besten zu finden sind sie bei Niedrigwasser unter Steinen und anderen Hartsubstanzen im Spülsaum der Ostsee. Ob der Einwanderer Auswirkungen aus unser Ökosystem haben wird, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.

Projekt Flusskrebs gestartet

Seit langem wollen wir als VEFPU uns neben den Meerforellen und dem Eisvogel unserem dritten explizit in der VEFPU Satzung genannten Tier widmen. Jetzt ist es soweit:

Das Projekt zur Wiederansiedlung des europäischen Flusskrebses ist am 25. September 2022 erfolgreich gestartet.

Die Vorbereitungen dazu laufen schon seit gut einem halben Jahr. Mit großer Unterstützung von unserem Edelkrebs Experten Kai konnten wir diese nun abschließen. Alle notwendigen Genehmigungen liegen vor und wir konnten mit einer ersten nächtlichen Gewässerbegehung das Projekt starten.

Mit dem Projekt wollen wir zunächst herausfinden ob unsere regionalen Gewässer noch europäische Flusskrebspopulationen beherbergen und wie das Potenzial unserer Fließgewässer dafür ist. Dabei ist es sehr wichtig Klarheit über das Vorkommen der nordamerikanischen Flusskrebsarten zu erlangen. Letztere übertragen oftmals die Krebspest, die in der Regel zum Aussterben des europäischen Flusskrebses führt. Diese ersten Nachweise zu erlangen, ist aufwändig und wird uns nach aktueller Einschätzung noch bis Ende 2023 beschäftigen.
Aufbauend auf den Ergebnissen werden wir dann die nächsten Schritte einleiten. Dieses können Strukturmaßnahmen am Gewässer oder sogar Wiederansiedlungsmaßnahmen des europäischen Flusskrebses sein.

Der Kamberkrebs, Überträger der Krebspest

Projektleiter Jörg freut sich über den Projektstart: „Ich bin fasziniert von den Edelkrebsen. Ich bin überzeugt, dass wir hier eine Menge lernen werden und am Ende Gutes für den Edelkrebs erreichen werden. Mein Dank gilt dem Landesamt für die zügige und unbürokratische Ausstellung der notwendigen Genehmigungen, echter Rückenwind für den Naturschutz!“

Weiteres über das Projekt auf der Projektseite.

Ein Ausflug an die Kronsbek mit Überraschungen

Die Vereinsmitglieder Lasse, mit Sohn Lönne und Jörg hatten sich zu einer Begehung der Kronsbek getroffen. Ziel des Besuches war es, den Bruterfolg der Meerforellen aus dem letzten Winter in Augenschein zu nehmen und sich die Entwicklung der Au nach der 2018 erfolgten Renaturierung anzusehen. Beim Verlassen des Autos, zog ganz in der Nähe, ein adulter Seeadler in niedriger Höhe seine Kreise. Mit so einer beeindruckenden Begrüßung konnte es nur eine schöne Tour werden.
Bereits auf den ersten Metern an der Au wurden sehr viele kleine Fische gesichtet. Teils in Schwärme und teils zeigten einzelne Fische immer wieder das typische Fluchtverhalten der Forellen, das erst gegen die Fließrichtung geht und dann in einer Kehrtwende in eine Deckung endet Für Beobachtende sieht es so aus, als sei der Fisch plötzlich verschwunden.
Durch einen Tod Fund konnten die Schwarmfische als dreistachlige Stichlinge identifiziert werden, die besonders zahlreich in dem 2018 renaturierten Teil der Kronsbek anzutreffen waren. Aber auch die Smolts der Meerforellen wurden zahlreich auf der gesamten Strecke gesichtet. Geschätzt waren alle noch kleiner als 10 cm. Größere Fische wurden leider nicht gesehen.
Die anderen Lebewesen an und in der Au, ob Libellen, Köcherfliegen, Egel, Wasserasseln, Wasserläufer, auffällig viele Wasserskorpione, div. Schnecken oder Bisamratten bereicherten die Tour der Drei. Leider war der Eisvogel, der sonst an der Kronsbek schon so oft gesichtet wurde, an diesem Tag nur einmal kurz zu hören. Dass die Drei nur die vielen Fußspuren und schlammigen Scheuerstellen an den Bäumen von den Wildschweinen gesehen haben und nicht die Schweine persönlich, war da eher positiv.
Auf dem Rückweg wurde dann noch eine ca. 3 Meter lange Reuse in der Au entdeckt, die wahrscheinlich von der Strömung mitgerissen worden war und sich in der Böschung verfangen hatte. Bei der vorsichtigen Untersuchung der Reuse wurde eine kleine Forelle gefunden und wieder in die Freiheit entlassen, was dem Tag einen perfekten Abschluss gab.

Reusenfund in der Kronsbek mit Meerforelle


Aber wie so oft, wenn man sich in die Natur begibt, gab es noch eine Überraschung. Beim Ausziehen der Gummistiefel flog eine nicht so oft anzutreffende Rohrweihe nur wenige Meter über ihre Köpfe hinweg und kämpfte gegen den starken Westwind an, was den Dreien genug Zeit verschaffte, den Raubvogel genau zu bestimmen.
Festzustellen ist, dass die Kronsbek, trotz des außergewöhnlich trockenen Sommers, ein perfektes Gewässer mit ausreichend Wasser für die Meerforellen und für so viele andere
Lebewesen ist.

Der Fund der Reuse wird der Fischereiaussicht gemeldet, damit diese Au etwas mehr Aufmerksamkeit bei den Kontrollen bekommt.

Vefpu Stand im Rahmen des Heikendorfer Hafenfestes

Auf Einladung der Gemeinde Heikendorf hatten wir im Rahmen des Heikendorfer Hafenfest einen Stand auf der Stinnesparkwiese aufgebaut, um über unseren Verein zu berichten und vor allem Informationen über durchgeführte Arbeitseinsätze und zukünftige Maßnahmen zu vermitteln.

Welche Tiere könnten in welche Nistkästen einziehen   – wurde bei neun richtigen Antworten mit einem selbstgeschnitzten Vefpu Stock belohnt.

Ein besonderer Dank geht an unsere Vereinsmitglieder Manfred Martini für das  neue Vefpu Plakat, an Tobias Kirschner für die Standbetreuung und vor allem an Jörg Hantelmann für die geschnitzten Stöcke und die Kästen/Leiter Konzeption.

Sommerpause zu Ende – VEFPU Stammtisch und Hafenfest

Am 11. August endete die Sommerpause mit einem Open Air Stammtich des VEFPU. Ein gutes Dutzend Mitglieder versammelten sich im Stinnespark nahe der Seebadanstalt in Heikendorf. Sven hatte dankenswerter Weise an ausreichend gekühlte Getränke gedacht. Neben anregenden Gesprächen wurden auch einige Aktivitäten diskutiert und zum Teil gleich in die Tat umgesetzt.

So wird sich der VEFPU als Verein im Rahmen des Möltenorter Hafenfestes auf Bitten der Gemeinde als Verein vorstellen. Wir haben das zum Anlass genommen unseren Auftritt etwas zu professionalisieren, seht selbst und kommt zum Hafenfest am Samstag, den 20.08 .
Der Vefpu Stand ist von 13 bis 18 Uhr besetzt. (Liegewiese Seebadeanstalt) Wir freuen uns auf jeden Besuch!

Des Weiteren werden wir unserem Vereinslogo dem nächst zu 100 Prozent gerecht. Haben wir bisher Projekte zu Meerforelle und Eisvogel durchgeführt, rückt nun der europäische Flusskrebs in den Fokus:
Zunächst wird die Heikendorfer Mühlenau einer ökologischen Eignungsprüfung unterzogen, um auf Basis dieser Ergebnisse ggf. ein Ansiedlungsprojekt des europäischen Flusskrebses durchzuführen. Die Beantragungen dazu laufen bereits, mehr dazu am Vefpu Infostand.

Und zu guter letzt haben wir eine tolle Müllsammelinitiative gestartet mit allerdings teils verstörender Resonanz. Ein Vereinsmitglied hat sich bereit erklärt einen Mülleimer am kleinen Strand am Campingplatz aufzustellen und regelmäßig zu leeren. Einige fleißige Spaziergänger haben gleich ordentlich Müll gesammelt. Irgendein gestörter Mensch hat nun direkt neben den Mülleimer seinen Sch….haufen hinterlassen nebst Clopapier. Uns fehlen schlicht die Worte.

VEFPU Stammtisch – Tolle Führung im Möltenorter Fischereimuseum

Am 3. Juni haben wir uns zum Stammtisch im Möltenorter Fischereimuseum getroffen. Kern des Stammtisches war eine Museumsführung durch den ersten Vorsitzenden des Museumsvereins und Zeitzeugen Gerhard Draasch.
15 Vereinsmitglieder hörten den Worten von Gerhard gebannt zu. Vor allem die Berichte zur Flucht mit Bombenangriffen, Reiseweg und Entbehrungen von Ostpreußen nach Möltenort im Kriegsjahr 1945 sorgten bei den jüngeren Teilnehmern für „spitze Ohren“.
Gerhard als ehemaliger Leiter der Fischereiausbildung Schleswig-Holsteins konnte neben den Fluchtberichten auch viel interessantes zur Fischereigeschichte und natürlich zur Entwicklung in Möltenort erzählen. So waren nach Kriegsende etwa 90 fischende Kutter im Möltenorter Hafen. Heute sind noch 2 hauptberufliche Fischer aktiv.
Das ganze wurde abgerundet durch Erläuterungen zur Biologie der Ostsee, insbesondere die Populationsentwicklung des Dorschs als Brot und Butterfisch der Ostseefischer. Gerhard erinnerte an Zeiten zu denen nur die Leber des Dorsches für Lebertran gefangen wurde. Im Vergleich zu heute, wo der Dorschfang stark reglementiert ist, kaum vorstellbar.

Der VEFPU bedankte sich ganz herzlich für die tolle Führung. In kleineren Runden wurde dann bei Bier und Sonnenuntergang weiter diskutiert und noch viele Fragen von Gerhard beantwortet.

Für Interessierte: Das Fischereimuseum ist immer einen Besuch wert und stets am Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.