Meerforellenlaichplatzkartierung

Das Projekt Meerforellenlaichplatzkartierung wird von Lars Wode geführt.

Die Meerforelle Salmo trutta f. trutta ist als anadrome Fischart sowohl auf intakte maritime Lebensräume als auch intakte Fließgewässer angewiesen.
Für die Probstei sind dieses zum einen die Ostsee und zum anderen die vielen kleinen Fließgewässer, die in die Ostsee münden. Das Wissen um Vorkommen von Meerforellen in den einzelnen Fließgewässern ist nicht ausreichend vorhanden. Dieses soll mit diesem Projekt verbessert werden.

Am leichtesten lassen sich Meerforellen zur Laichzeit in Fließgewässern nachweisen. Von November bis Januar laichen sie in flachen kiesgeprägten Bereichen unserer Bäche. Die Laichplätze sind für das geübte Auge leicht zu erkennen. Anhand der Anzahl, Lage und Größe der Laichgruben lassen sich wertvolle Informationen gewinnen und Rückschlüsse auf gewässerspezifische Maßnahmen ableiten.

Abbildung 1: Probsteier Meerforelle im Laichgewässer

Teil der Untersuchung sind alle Fließgewässer der Probstei und Umgebung, deren Mündungsbereich zwischen der Heikendorfer Mühlenau und der Kossau liegen. Zusätzlich werden ausgewählte Bäche mit Mündung in die Schwentine untersucht. Die Schwentine selbst ist nicht Bestandteil der Kartierung.
Die ausgewählten Gewässer werden in den Bereichen, die für Meerforellen erreichbar sind, komplett begangen. Beispielhaft beginnt die Begehung der Hagener Au an der Mündung und endet am Lutterbeker Wehr, da dieses für Meerforellen ein unüberwindbares Hindernis darstellt.
Es werden alle Laichgruben kartiert. Zusätzlich wird die Laichgrube fotografiert. Die Kartierung erfolgt vom 1. November bis zum 15. Januar in mehreren Wiederholungen.

Die Ergebnisse dieser Studie werden nur zu Teilen veröffentlicht, um einem etwaigen zu großen Besucherstrom in sensiblen Biotopbereichen vorzubeugen. Die Ergebnisse werden vom VEFPU bei zukünftig zu planenden Maßnahmen berücksichtigt.

Hier finden sie die Ergebnisse der Laichplatzkartierung 2018: