VEFPU Jahreshauptversammlung 2019

Moin liebe Mitglieder des VEFPU, Wir haben am 25. Januar unsere erste Jahreshauptversammlung erfolgreich durchgeführt. Entsprechend unserer Satzung wurde das Protokoll an alle aktuellen Mitglieder des VEFPU versendet. Vielen Dank für die Aktive Teilnahme und die konstruktiven Beiträge.

Besonderer Dank geht an den neuen und alten Vorstand, Technikwart und Kassenprüfer, die mit einem klaren Mandat weiterhin die Geschicke des VEFPU lenken werden. Zusätzlich noch ein paar Worte außerhalb des Protokolls: Sehr erfreulich ist die Teilnahme des Bürgermeisters der Gemeinde Heikendorf an der Jahreshauptversammlung gewesen. Es besteht seitens der Gemeinde ein großes Interesse an dem vorgestellten Maßnahmenplan zur Verbesserung der Heikendorfer Mühlenau und noch viel wichtiger die Bereitschaft der Gemeinde die Umsetzung aktiv zu unterstützen. Hier ist der Bürgermeister im Nachgang zur Versammlung bereits aktiv geworden und hat unsere Anliegen in die Gemeindegremien eingesteuert. Sven Lange, Markus Meller und ich werden an diesen Sitzungen teilnehmen. Der Bericht über unsere Jahreshauptversammlung und den VEFPU in der KN haben für regen Zuspruch und weitere vor allem aktive Neumitglieder gesorgt. Darüber freuen wir uns als Verein und Vorstand sehr. Allen neuen Mitgliedern an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Willkommen. Damit wir uns alle besser kennen lernen und die Aktivitäten besser abstimmen können, werden wir zukünftig regelmäßig einen VEFPU Stammtisch einrichten. Markus Meller plant den ersten Stammtisch am 30 März und wird über Schwerpunktthema, Lokalität und Termin zeitnah informieren. Der Vorstand freut sich auf eine rege Teilnahme.

Hochwasser in der Heikendorfer Au

Das Hochwasser vom 2. Januar 2019 erreichte die höchsten Werte in diesem Winter. Es drang bis weit in die Heikendorfer Mühlenau ein. Mit der eindringenden Flut wurde Seetang und Seegras in die Au gespült und verstopft den schmalen Ausgang der Au. Bei diesem Hochwasser war die Verstopfung so fest, dass die Au nicht weiter abfließen konnte und die Entenbrücke bis zum Mittag des 3. Januar überflutet war. Dann schaffte die Gemeinde Abhilfe und löste die Verstopfung, wie auf folgendem Video zu sehen ist.

durch das Hochwasser verstopfte Heikendorfer Mühlenau

Typisch für verbaute Mündungen in unserer Region ist das Verstopfen der engen Mündung nach Hochwassern.  Die Wasserkraft der Au alleine reicht nicht zum Freispülen der Verstopfung. Dieses Phänomen ist besonders bei der Heikendorfer Mühlenau und der Hagener Au mit den verengten Mündungsbereichen zu beobachten.

Erstes Positionspapier freigegeben!

Auf der Vorstandssitzung am 17.11 wurde das erste Positionspapier zum Thema Meerforellenbesatz freigegeben. Dabei geht es um Wege der Wiederansiedlung oder Bestandsstützungen unserer Bäche mit Meerforellen. Die Position des VEFPU ist klar: Renaturierung der Fließgewässer ist die Maßnahme, mit der am nachhaltigsten die Meerforellenbestände gestützt werden.

Laichplatzkartierung startet, Kartierer gesucht

Die herbstliche Regenzeit beginnt und unsere Bäche füllen sich mit Wasser. Die Meerforellen sammeln sich vor den Mündungen unserer Bäche und warten auf hohe Wasserstände, um dann zu den Laichplätzen aufzusteigen. In den größeren Flüssen sind die Meerforellen bereits in den Flusssystemen, warten allerdings ebenfalls auf hohes Wasser, um dann zu den Laichplätzen in den kleinen Zuflüssen aufzusteigen.

Abbildung1: Potenzielles Laichhabitat am Kiebitzbek. Bei der Ermittlung des Parr Habitat Indexes werden Biotopparameter wie Beschattung, Solsubstrat und Wassertiefe bewertet.

Das Projekt Laichplatzkartierung ist entsprechend mitten in der heißen Vorbereitungsphase. Zusätzlich zu den Laichplätzen soll das Potenzial unserer Gewässer für Meerforellen ermittelt werden. Dazu wird der  Parr Habitat Index ermittelt, dieses auch in Gewässerteilen, die für die Meerforellen derzeit noch nicht erreichbar sind. Im Ergebnis wollen wir für die Probsteier Gewässer 2 Dinge wissen:

  • In welchen Gewässern und wo dort laichen Meerforellen?
  • Welche weiteren Gewässerabschnitte haben das Potenzial zum Meerforellenhabitat?

Abbildung 2: Laichplatz im Kiebitzbek mit Standforelle (Man muss  genau gucken)

Da wir die Gewässer mehrfach begehen wollen, wartet eine Menge Arbeit auf uns. Wer Lust hat mitzumachen, ist herzlich willkommen und meldet sich einfach per kontaktformular oder direkt beim Projektleiter und Technikwart Basti Arp.

Stand heute werden folgende Gewässer untersucht:

  • Kiebitzbek
  • Heikendorfer Mühlenau
  • Hagener Au und Salzau
  • Fernau Gewässersystem: Krokau und Barsbek
  • Schönberger Au
  • Schierbek
  • Scheidebach
  • Hohenfelder Au
  • Kossau

Der Beginn der Untersuchung startet, sobald die ersten Laichkuhlen geschlagen werden. Aktuell rechnen wir damit ab ca. 10. November.

Erfolgreiche Aktion Müllsammeln am Dammteich

Wie angekündigt haben sich heute Heikendorfer Bürger und aktive VEFPUianer zum Müllsammeln am Dammteich getroffen. Projektleiter Sven Lange zeigte sich sehr zufrieden mit der Aktion: „Es ist wichtig den Müll zu sammeln, vor allem Plastik wird von der Natur kaum abgebaut und wirkt sehr belastend für unsere Heikendorfer Au.“
Erfreut zeigte sich auch Vorstand Christian Merkel: „Schön das viele Kinder die Müllaktion aktiv unterstützt haben. Es ist sehr wichtig, dass Kinder Naturschutz aktiv erleben.“

Um  10 Uhr startete die Aktion. Auf dem Bild fehlen noch einige Nachzügler.

Die Kinder präsentieren stolz den gesammelten Müll.

Projektleiter Hagener Au

Projektleiter Hagener Au

Das Projekt Hagener Au wird ab sofort von Philiph Naumann geleitet. Herr Naumann ist in Probsteierhagen groß geworden und kennt die Gewässersysteme rund um die Hagener Au sehr gut. Als aktives Mitglied des VEFPU  sieht er als vorrangige Maßnahme für die Hagener Au die Herstellung der longitudinalen Durchgängigkeit.
Eine Herzensangelegenheit ist für Herrn Naumann der europäische Flusskrebs. Noch in den 90er Jahren hat er diesen selbst in der Salzau gesichtet. Die Etablierung einer stabilen Population des europäischen Flusskrebses sieht er dabei als langfristiges und machbares Ziel. Kernproblem dabei ist die Eindämmung der Krebspest, welche durch den amerikanischen Flusskrebs im 19. Jahrhundert eingeschleppt wurde. Die Krebspest hat den europäischen Flusskrebs mittlerweile fast komplett ausgerottet. Wenige Inselvorkommen sind noch vorhanden. Diese gilt es zu identifizieren und aufzubauen.
Der Vorstand des VEFPU sieht Herrn Naumann als ideale Besetzung für die Position des Projektleiters an. Als Volljurist und Naturschützer bringt er die notwendigen fachlichen Voraussetzungen mit. Der Vorstand wünscht Herrn Naumann viel Erfolg bei dem wichtigen Projekt und wird natürlich tatkräftig unterstützen.