Wassermessungen an der Heikendorfer Mühlenau

Durchgeführt mit Aquatec durch F. Gesche und J. Hantelmann/ ausgewählte Parameter

Der VEFPU hat im Herbst des letzten Jahres begonnen Wassermessungen an den Fließgewässern der Probstei durchzuführen. Das Messteam hat sich mit dem Umgang der Messgeräte vertraut gemacht und hat bereits eine Vielzahl von Messungen durchgeführt. Ziel ist es zunächst bis zum Herbst 2020 einen jahreszeitlichen Verlauf für ausgewählte Parameter darzustellen. Auf dieser Basis sollen dann ggf. Maßnahmen abgeleitet werden. Beim Parameter Stickstoff erkennt man schon jetzt eine deutliche Zunahme, wahrscheinlich verursacht durch die im Frühjahr typischen landwirtschaftlichen Düngeaktivitäten. Am Beispiel der Heikendorfer Mühlenau ist das gut anhand der Parameter Nitrit und Nitrat in obiger Abbildung zu erkennen. Beide Werte sind am 2. April deutlich im Vergleich zum 10. November gestiegen.

Insgesamt lässt sich bei allen Messungen eine Überschreitung der empfohlenen Richtwerte für Nährstoffe erkennen. Teils sind diese Überschreitungen erheblich. Die Richtwerte (RW) sind in der obigen Abbildung als gelber Balken dargestellt. Die Messergebnisse überschreiten diese bei allen Messungen, sind also gemäß EU Wasserrahmenrichtlinie im roten Bereich.

VEFPU Stammtisch fällt aus

Auf Grund der Corona Krise fällt der für Freitag, den 20. März geplante VEFPU Stammtisch und alle weiteren Stammtische im Heikendorfer Sportheim aus.
Sobald sich die Lage beruhigt werden wir die Stammtische neu planen. Aktuell ist das leider für uns als VEFPU nicht absehbar.

Müllsammelaktion an der Heiklendorfer Mühlenau

Auch in diesem Jahr hat der VEFPU eine Müllsammelaktion an der Heikendorfer Mühlenau durchgeführt. Auf Grund der aktuellen Coronakrise wurde auf das anschließende gesellige Beisammensein mit Erbsensuppe verzichtet.
 Zehn VEFPU Mitglieder trafen sich an der Entenbrücke, um dann gemeinsam flussaufwärts den Müll zu sammeln. Insgesamt wurde deutlich weniger Müll eingesammelt als in den Vorjahren. Offensichtlich hat sich das Müllverhalten der Heikendorfer stark verbessert.

So konnte der Schwerpunkt auf die Beseitigung von Zaunresten gelegt werden. Mit Kneifzangen bewaffnet konnte oberhalb des Dammteiches viel alter Zaun eingesammelt werden. Wie auf dem Bild zu sehen kam so doch noch ein ordentlicher Haufen Müll zusammen.

Voller Dammteich, hoher Abfluss

Der anhaltende Regen im Februar 2020 sorgt für einen hohen Pegelstand beim Dammteich, und es fließt viel Wasser in die Mühlenau. Im unteren Bereich sorgt das dagegendrückende Hochwasser der Ostsee für Überschwemmungen im Schilfbereich.

Jahreshauptversammlung 2020

Am 25. Januar 2020 haben wir die Jahreshauptversammlung des VEFPU im Heikendorfer Sportverein durchgeführt. Besonders erfreulich war das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder. Auch das von Markus Meller organisierte Grünkohlessen fand großen Anklang und wird sicherlich im nächsten Jahr wiederholt.
Es wurde mehr als 2 Stunden lang berichtet, gewählt und diskutiert. So sind viele weitere Anregungen für die weitere Vereinsarbeit entstanden.
Für alle Interessierten sei hier auf die jetzt monatlich stattfindenden Stammtische verwiesen, der nächste findet am 21 Februar um 20 Uhr ebenfalls im Sportheim statt.
Alle Infos zur Jahreshauptversammlung sind dem Protokoll zu entnehmen.
Auf dem Bild ist unser ‚jüngstes‘ Mitglied Tade zu sehen,  umrahmt vom ersten Vorsitzenden zur Linken und Jörg, dem als aktivstes Mitglied in 2019 Ausgezeichneten zur Rechten.

Ein „richtiges“ Zuhause für den Eisvogel

Wilfried Stender vom Interessenkreis Schwentine Eisvögel (http://schwentine-eisvogel.info/) war im Dezember auf Einladung des VEFPU zu Besuch in Heikendorf.

2019 gab es seitens der Vereinsmitglieder bereits mehrere Sichtungen, sowohl am Dammteich als auch im Mündungsgebiet der Mühlenau, so dass die vorsichtige Annahme getroffen werden kann, dass dieser kleine fliegende Diamant in Heikendorf heimisch ist. Ob es sich bei den gesehenen Tieren, um Gäste (Jungvögel) der Schwentine, oder schon um hiesige Aufzuchten handelt ist nicht belegt. Die vor mehr als 20 Jahren angelegten Bruthöhlen erfüllen nicht mehr ihren Zweck.

Als eine Fördermaßnahme ist nunmehr der erneute Bau von Nisthilfen vorgesehen und Wilfried Stender hat bei der Begehung sein umfangreiches Wissen an Jörg und Sven weitergegeben. Laut dem Experten eignen sich einige Bereiche mehr und andere weniger für die Platzierung der Brutmöglichkeiten. Neben den technischen Bauanforderungen für eine wahrscheinliche Benutzung, müssen auch Wasser Pegelstände, das ausschließen vor Fremdbelegung oder Schutzvorrichtungen vor Mader, Ratten und Katzen bedacht werden.

Umweltpreis für den VEFPU

Die Kieler Stadtwerke haben auch in 2019 einen Wettbewerb für den Umweltpreis gestartet. Der Hauptwettbewerb wurde als Publikumsabstimmung organisiert und endete am 14. November. Am 27. November wurden die Ergebnisse und Preise im Casino der Stadtwerke verliehen. Es wurden dabei zusätzlich zu den Publikumspreisen mehrere Jurypreise und Impulsförderungen verliehen.
Zum Ergebnis: Der VEFPU als Naturschutzverein ist in der Kategorie ‚Umwelt und Naturschutz‘ angetreten und hat das Publikum in dieser Kategorie vollends überzeugt und das Finale als einziger Teilnehmer der Kategorie Umwelt und Naturschutz erreicht. Im Finale des Publikum Votings haben sich dann die Sozialen Projekte durchgesetzt. Der VEFPU erhielt als Anerkennung der Jury eine Impulsförderung in Höhe von 250 Euro.
Der erste Vorsitzende Lars Wode zu diesem Erfolg: „ Als junger Verein haben wir uns erstmalig dem Wettbewerb gestellt und sind sehr stolz auf die positive Resonanz. Die öffentliche Aufmerksamkeit motiviert uns für die anstehenden Aufgaben an der Heikendorfer Mühlenau. Insgeheim hatten wir uns allerdings etwas mehr erhofft, vor allem da der Wettkampftitel ‚Umweltpreis‘ lautete. Ein besonderer Dank geht an Markus Meller unseren Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit, der die Idee der Teilnahme hatte und an alle, die uns unterstützt und mit gefiebert haben.“
Markus Meller zeigte sich ebenfalls erfreut: „Vielleicht sollte der Wettbewerb in Soziales und Umwelt umbenannt werden. So konnten einige Mitglieder die Juryentscheidung für ausschließlich Soziale Projekte nicht nachvollziehen und sind etwas enttäuscht. Es ist trotzdem beeindruckend welch vielfältige Initiativen vor allem im sozialen Bereich durch ehrenamtliche Tätigkeit initiiert werden. Der Dank gilt insbesondere den vielen Menschen, die für den VEFPU gestimmt haben.“

Die Meerforellensaison hat begonnen

Das Projekt Meerforelle kartiert die Laichplätze der Meerforelle in den Gewässern der Region Probstei jedes Jahr aufs Neue, um vor allem die Populationsentwicklung je Gewässer im Jahresvergleich zu erfassen. Mit Beginn der Laichzeit der Meerforellen wird das Projekt wieder sehr aktiv. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat es in 2019 früher im Jahr und mehr geregnet, so dass die Bäche durchweg einen höheren Wasserstand als im Vorjahr haben. Entsprechend sind die Forellen früher in die Bäche aufgestiegen und haben die Hochwassersituationen bereits ordentlich zum Laichen genutzt. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Fließgewässern. Diese werden sicherlich zum Ende der Laichplatzkartierung sichtbar in der Dokumentation der Kartierung. Folgende Erkenntnisse/ Eindrücke haben wir bisher gesammelt:

  • Mit Start der Begehungen am 2. November wurde in den Meerforellen führenden Bächen Hagener Au, Heikendorfer Mühlenau, Hohenfelder Au erste Laichkuhlen und Meerforellen gesichtet.
  • In der Kiebitzbek wurden erst am 17. November die ersten Laichkuhlen gesichtet, allerdings wurde sie Anfang November nur selektiv begangen.
  • Die Mündungsbereiche aller Bäche waren in diesem Jahr permanent frei und damit zugänglich für die Meerforellen (keine Sand oder Hochwasser verursachten Verstopfungen wie im letzten Jahr)
  • Aktuell ist die Laichaktivität in allen Bächen sehr hoch, vor allem in den kleineren Bächen scheint dieses mit den kurzfristigen Hochwasserereignissen zu korrelieren.
  • Die Eindrücke an den untersuchten Gewässern werden durch Begehungen an anderen Schleswig-holsteinischen Meerforellen Bächen bestätigt

 Wer also Meerforellen beobachten möchte, sollte dieses zeitnah tun, anbei ein kleines VEFPU Video von Norman mit Unterwasseraufnahmen von laichenden Meerforellen in einem Probsteier Gewässer.

Erste Messungen der Wasserqualität an der Heikendorfer Mühlenau

Nachdem wir bereits vor einiger Zeit  den ersten Wassermesskoffer erstanden haben und uns mit Inhalt und Vorgehen vertraut gemacht haben, sind die ersten VEFPU Messungen an der Heikendorfer Mühlenau durchgeführt worden. Frank Gesche koordiniert dabei die Messungen, die an mehreren Gewässern der Probstei durchgeführt werden. Ziel dabei ist es nach einheitlichen Verfahren ausgewählte Qualitätsparameter regelmäßig zu messen. Damit soll zum einen die Wasserqualität der Gewässer vergleichbar werden, zum anderen sollen Maßnahmen zur Verbesserung dieser identifiziert werden.
Weitere Informationen zum Wassermesskonzept finden sich hier:

Frank misst an der Entenbrücke einen PH Wert von 7,5

Frank meint zur Durchführung der Wassermessungen: „Nach einer Einweisung und ein wenig Übung im Umgang mit den Messgeräten erreicht man schnell konstante Werte. Das heisst mehrmalige Messungen zeigen geringe Abweichungen zueinander. Ich bin überzeugt, dass wir so wertvolle Informationen für den besseren Schutz unserer Gewässer sammeln, vor allem im jahreszeitlichen Verlauf ergeben sich neue Erkenntnisse.“
Jörg Hantelmann und Ralf Schulz sind ebenfalls überzeugt von der Wichtigkeit der Messungen. Jörg wird sich dabei vorrangig um die Hagener Au kümmern, Ralf zunächst um die Mittenbek.

Exkursion an die Curau

Wie geplant hat der VEFPU eine Exkursion an die Curau am 12. Oktober durchgeführt. Die Curau  mündet in die Schwartau und wird vom Angelverein ASV Pose betreut. Die Betreuung der Curau durch die Angler dient hier  der Verbesserung der Gewässerstruktur, besondere Zielsetzung dabei ist die Wiederansiedlung der Meerforelle. Geangelt wird in der Curau nicht, ein schönes Beispiel für den aktiven  Naturschutz durch Angelvereine.
Das Projekt zur Wiederansiedlung der Meerforelle an der Curau wird von Danny Stau  geleitet. Dieses überaus interessante Vorhaben war auch der Anlass für diese Exkursion, die  von Danny sehr gut vorbereitet wurde.
Als erstes wurde die Brutanlage vorgeführt. Danny brütet in seiner Garage ca. 40.000 Meerforelleneier jährlich aus. Alle geschlüpften Meerforellen werden in die Curau und Schwartau an geeigneten Stellen eingesetzt. Danny hofft damit einen sich selbst reproduzierenden Meerforellenbestand in der Curau zu etablieren. Die Schlupfquote der Anlage ist mit ca. 95 Prozent optimal und spricht für die Qualität und Professionalität der Brutanlage.
Nach der Brutanalage wurden die Gewässer an 2 Stellen begangen. 
Im Jahre 2009 wurde die Durchgängigkeit der Schwartau an der Mühle durch den WBV Ostholstein mittels eines Umgehungsgerinnes (neuer Bachlauf) wieder hergestellt. Dadurch wurden die Gebiete der Curau sowohl flussauf- als auch flussabwärts wieder passierbar und das Projekt zur Wiederansiedlung der Meerforelle in der Curau erst ermöglicht.


Die an beiden Seiten des Umgehungsgerinnes großzügigen Flächen verhindern hier ideal den Eintrag von landwirtschaftlichen Einträgen. Auch ist die Gewässersole, Gefälle und Kiesstruktur gut gewählt. Die Beschattung ist an einzelnen Stellen schon gut ausgeprägt, könnte an einigen Stellen noch durch Pflanzung von Erlen unterstützt werden. Problematisch ist für den Meerforellenaufstieg immer die so wichtige Lockströmung der Mündung in die Schwartau, damit die Fische den Einstieg in das Umgehungsgerinne finden. Die Lockströmung scheint grundsätzlich gut konzeptioniert zu sein, eventuell ist sie etwas zu gering ausgeprägt. Hier beobachtet Danny das Aufstiegsverhalten der Meerforellen, um ggf. Verbesserungen dieser Lockströmung zu identifizieren.

Umgehungsgerinne an der Schwartau

Dann wurden die Restrukturierungsmaßnahmen an der Curau begangen. Erstmal staunten wir über 2 Seeadler und 4 Kraniche beim Weg an die Curau, dann kamen wir zu den Laichplätzen. Danny erläuterte das Projekt und vor allem die umgesetzten Maßnahmen zur Gewässerverbesserung, dazu zählten die Besitzverhältnisse der Anlieger, verwendete Korngrößen, Konzepte für die Laichplätze und vieles mehr. Insgesamt ist an der Curau durch Dannys Projekt aus einem als Vorfluter genutzten Bach in einigen Bereichen ein mäandrierender Bach mit Kolk Furt Folgen entstanden. Ganz sicher Bereiche an denen die Meerforelle ablaichen kann und wird. Potenziale für weitere Maßnahmen an der Curau sind gegeben und werden sicherlich tatkräftig von Danny weiter umgesetzt.

Danny erläutert die Kiesbeschaffenheit des eingebrachten Kieses an einem Laichplatz

Der VEFPU dankt für diese schöne Exkursion und die vielen Anregungen, die wir für die Umsetzung von Maßnahmen an anderen Fließgewässern mitgenommen haben. Ganz besonders möchten wir für das beispielhafte Engagement des ASV Pose und insbsondere das Engagement von Danny danken, ein herausragendes Beispiel für Eigeninitiative im Naturschutz.